Versicherung der Evangelischen Landeskirche

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Als Mitgliedsverband der Ev. Jugend Baden und als Kinder- und Jugendarbeit einer Kirchengemeinde sind die Teilnehmenden einer Gruppe oder Veranstaltung und alle Mitarbeitenden bei dem Versicherungsverband Ecclesia versichert. Weiter Informationen und Angaben über Deckungssummen gibt es in einem Merkblatt Versicherungsschutz.[1]

Unfallversicherung

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende sind per Gesetz (SGB) in ihrer Tätigkeit unfallversichert. Außerdem hat die Landeskirche eine ergänzende Unfallversicherung für die Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen (auch die des VCP Land Baden) abgeschlossen. Darin sind Bergungskosten, Heilkosten und Kosten bei dauerhafter körperlicher bzw. geistiger Beeinträchtigung (Invalidität) sowie für den Todesfall enthalten. Bei Mitarbeitenden wird der Unfall als Arbeitsunfall behandelt und über die entsprechende Berufsgenossenschaft abgewickelt.

Wichtig: Bei der ärztlichen Behandlung in einer Praxis oder dem Krankenhaus sollte der Unfall schon als "Arbeitsunfall" eines kirchlichen Mitarbeitenden angegeben werden, damit die Abrechnung nicht wie üblich über die Krankenkasse erfolgt. Die Berufsgenossenschaft bietet deutlich bessere Behandlungs- und Rehabilitations-Möglichkeiten.

Haftpflichtversicherung

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende sind bei Sach- und Personenschäden, die durch ihre Tätigkeit verursacht wurden, versichert. Dies gilt im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit auch für Fälle, die durch die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht verursacht worden sind. Eingeschlossen ist der Versicherungsschutz für selbst mitgebrachte Gegenstände wie z.B. Kleidung, Fahrräder, Fotoausrüstung... Die Erstattung beträgt höchstens 500,00 EURO bzw. 100,00 EURO für medizinische Hilfsmittel (Brillen...). Geld und Wertsachen sind in diesem Bereich vom Versicherungsschutz ausgenommen. Der zu ersetzende Gegenstand muss mindestens einen Wert von 50,00 Euro haben.

Wichtig: Schäden, die durch Teilnehmende z.B. Gruppenkinder verursacht wurden, müssen von den privaten Haftpflichtversicherungen übernommen werden. Es ist deshalb unbedingt notwendig, den Schadensverursachenden möglichst sofort zu ermitteln, nachdem der Schaden festgestellt wurde. Konnte niemand ermittelt werden, kann der Schadensfall bei der kirchlichen Versicherung gemeldet werden. Ob der Schaden übernommen wird, hängt von einer Prüfung durch die Versicherung ab. Schäden an Eigentum oder Gebäuden der Kirche, der Gemeinde oder des VCP sind nicht versichert.

Die Gruppenleiterin einer Pfadigruppe hat es zum Beispiel während eines Hajks unterlassen, das offene Feuer an einem öffentlichen Grillplatz in der Nähe einer Forsthütte vor dem Verlassen vollständig zu löschen bzw. mit Erde abzudecken. Ein Wind hat das Feuer wieder angefacht, worauf die Forsthütte in Brand geriet. Der entstandene Sachschaden in Höhe von rund 40.000,00 EURO war dem Land Baden-Württemberg als Eigentümer der Forsthütte vollständig zu ersetzen und wurde vom Versicherer übernommen.

KFZ-Versicherung

Ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende sind bei einer Fahrt mit einem eigenen oder geliehenen KFZ im Rahmen ihrer Tätigkeit z.B. bei Fahrten während eines Zeltlagers oder auf dem Hin- bzw. Rückweg Kasko versichert. Selbst verursachte Schäden werden mit einem Eigenanteil von 200,00 Euro von der Versicherung übernommen, ebenso Fremdschäden, wenn der Verursachende nicht ermittelt werden konnte. Falls eine eigene Vollkasko-Versicherung besteht, muss diese in Anspruch genommen werden. Eine Erhöhung der Haftpflichtversicherungsbeiträge in Folge des Unfalls werden von der kirchlichen Versicherung übernommen. Wird ein fremdes Fahrzeug beschädigt, muss die eigene KFZ-Hapftpflichversicherung die entstandenen Kosten übernehmen. LKW’s und kleine Lieferwagen bis 1 t Nutzlast, Traktoren und Anhänger sind ebenfalls versichert.

Eine Gruppenleiterin fährt zum Beispiel mit einem von ihrem Onkel geliehenen Fahrzeug rückwärts aus einer Ausfahrt gegen einen Mauervorsprung und beschädigt das Fahrzeug. Der Versicherer übernimmt die Reparaturkosten, soweit sie 200,00 EURO übersteigen.

Wichtig: Fahrten, die Eltern zum Transport von Teilnehmenden zu oder von einer Freizeit übernehmen, werden nicht als Fahrten im Auftrag der Kirche (bei uns VCP) akzeptiert. Mietfahrzeuge sind über die landeskirchliche Versicherung nicht versichert. Eigene oder geliehene Fahrzeuge über 1t Nutzlast können über eine Zusatzversicherung z.B. bei JHD Jugendhaus Düsseldorf tageweise versichert werden. [2]

Schadensfall

Im Schadensfall ist es wichtig, innerhalb von 8 Tagen und vor der Reparatur mit dem VCP Landesbüro Kontakt aufzunehmen, damit der Schaden bei dem Versicherungs-Sachbearbeiter im Ev. Oberkirchenrat gemeldet werden kann. Bitte schreibt dazu eine E-Mail an baden (at) vcp.de mit einer kurzen Schadensfallbeschreibung. Ihr erhaltet dann ein Formular, dass ihr ausfüllen müsst. Bitte achtet darauf, dass ihr auch Zeugen angeben müsst.

Auslandsreisen

Bei Auslandsreisen kann über mehrere Anbieter auch eine extra Gruppenversicherung abgeschlossen werden, die noch Leistungen über die der Landeskirche hinaus bietet.(z.B. JHD Jugendhaus Düsseldorf, [3] Ecclesia [4])

Einzelnachweise

  1. http://http://www.service-ekiba.de/html/content/versicherungsschutz469.html
  2. http://jhdversicherungen.de/index.php/direkt-abschluesse/tagesversicherung-lkw
  3. http://jhdversicherungen.de/index.php/direkt-abschluesse/ferienversicherung
  4. http://www.ecclesia.de/ecclesia-allgemein/service/reisefreizeiten/antraege/hinweise-zum-online-antrag/

Downloads

Merkblatt Versicherungsschutz